Pressemitteilung Nr. 19/697 Schüßler und Emken: Einigung beim Hebammenhilfevertrag – wichtiger Schritt für Planungssicherheit und gute Geburtshilfe Pressemitteilung Nr. 19/697 17. März 2026 Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag begrüßt die Einigung zwischen dem GKV-Spitzenverband sowie den Hebammenverbänden – dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD), dem Deutschen Hebammenverband (DHV) und dem Netzwerk der Geburtshäuser (NWGH) – beim Hebammenhilfevertrag. Nach intensiven Verhandlungen und anhaltenden Diskussionen ist es gelungen, eine gemeinsame Lösung zu erreichen, die eine Grundlage für Planungssicherheit in der Geburtshilfe schafft. „Dass sich die Vertragspartner nach einer langen und teils kontrovers geführten Debatte nun verständigt haben, ist ein wichtiges Signal für die Versorgung von Schwangeren und Familien“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Claudia Schüßler. „Die vergangenen Monate waren von Unsicherheit geprägt – sowohl für Hebammen als auch für die Einrichtungen und die werdenden Eltern. Umso wichtiger ist es, dass nun Klarheit besteht und die Beteiligten gemeinsam nach vorne blicken können. Entscheidend ist, dass die Anliegen der Hebammen auch weiterhin auf Bundesebene die notwendige Aufmerksamkeit erhalten und die Entwicklung eng begleitet wird.“ Der neue Hebammenhilfevertrag bringt strukturelle Veränderungen mit sich, unter anderem bei der Vergütung und der Organisation der Betreuung. Ziel war es, insbesondere die 1:1-Betreuung während der Geburt zu stärken und die Leistungen differenzierter abzubilden. Gleichzeitig wurde vereinbart, die Auswirkungen des neuen Systems eng zu evaluieren und bei Bedarf erneut nachzusteuern. Die Entwicklungen rund um den Hebammenhilfevertrag sind in den vergangenen Monaten auch in Niedersachsen eng begleitet worden. Landesregierung und regierungstragende Fraktionen haben sich wiederholt mit den Anliegen der Hebammen befasst und diese auch auf Bundesebene adressiert. Karin Emken, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, betont: „Hebammen leisten eine unverzichtbare Arbeit für Familien in einer besonders sensiblen Lebensphase. Es ist daher richtig und wichtig, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihre Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. Die Einigung zeigt, dass auch die Krankenkassen Verantwortung für eine tragfähige und zukunftsfeste Finanzierung der Geburtshilfe übernehmen.“ Die SPD-Fraktion hebt hervor, dass die erzielte Einigung auch das Ergebnis eines intensiven Aushandlungsprozesses ist, in dem alle Seiten Kompromissbereitschaft gezeigt haben. „Dass der GKV-Spitzenverband und die Hebammenverbände gemeinsam zu einer Lösung gekommen sind, verdient Anerkennung. Nur im Zusammenspiel aller Beteiligten lassen sich tragfähige Strukturen sichern“, so Schüßler. Die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Geburtshilfe bleibt weiterhin oberste Priorität. „Niedersachsen verfügt über eine insgesamt gute Versorgungsstruktur, die es zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt. Wir werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten“, betont Emken. „Die Einigung ist ein wichtiger Fortschritt. Gleichzeitig ist klar, dass wir die Auswirkungen des neuen Vergütungssystems genau im Blick behalten müssen. Entscheidend ist, dass sich die Verbesserungen auch im Arbeitsalltag der Hebammen widerspiegeln und die Versorgung für werdende Mütter und ihre Kinder dauerhaft gesichert bleibt. Wo weiterer Anpassungsbedarf sichtbar wird, muss gemeinsam nachgesteuert werden.“ Pressemitteilung von: Karin Emken Claudia Schüßler