Pressemitteilung Nr. 19/890 Saade und Prange: Kriminelle Netzwerke zerschlagen und ihnen die finanziellen Grundlagen entziehen Pressemitteilung Nr. 19/890 2. November 2026 Die Organisierte Kriminalität stellt Polizei und Justiz in Niedersachsen weiterhin vor große Herausforderungen. Das am (heutigen) Montag vorgestellte Lagebild für 2025 zeigt, wie konsequent die Sicherheitsbehörden gegen kriminelle Netzwerke vorgehen. Insgesamt bearbeiteten Polizei und Bundesbehörden 65 Ermittlungsverfahren im Auftrag niedersächsischer Staatsanwaltschaften. Besonders häufig ging es um internationalen Drogenhandel. Zugleich rücken neue Formen der Kriminalität stärker in den Fokus. Der polizeipolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Saade, erklärt: „Kriminelle Netzwerke machen nicht an Landesgrenzen halt. Sie handeln international mit Drogen, waschen Geld und nutzen zunehmend das Internet, um Straftaten zu organisieren. Besonders alarmierend ist, dass Täter gezielt junge Menschen über soziale Medien anwerben, um schwere Gewalttaten zu begehen. Hier müssen wir entschieden gegensteuern. Wer organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen will, muss mit den Tätern Schritt halten. Deshalb unterstützen wir den Kurs unserer Innenministerin, die Ermittlungsbehörden weiter zu stärken und ihnen zeitgemäße Instrumente an die Hand zu geben.“ Auch die Justiz zieht eine positive Bilanz: Die Staatsanwaltschaften bearbeiteten 2025 insgesamt 145 Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität – so viele wie nie zuvor. Die Gerichte schlossen 57 Verfahren ab und ordneten in rund 70 Prozent der Fälle an, Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 17,15 Millionen Euro einzuziehen. Dazu erklärt der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ulf Prange: „Organisierte Kriminalität lebt vom Geld. Deshalb müssen wir die Täter nicht nur vor Gericht bringen, sondern ihnen auch ihre illegalen Gewinne nehmen. Wer mit Straftaten Millionen verdient, darf am Ende nicht von diesem Geld profitieren. Die Zahlen zeigen, dass unsere Justiz hier erfolgreich arbeitet. Damit sie auch künftig gegen komplexe kriminelle Netzwerke vorgehen kann, stärken wir sie weiter. Mit insgesamt 217 zusätzlichen Stellen in den Jahren 2027 und 2028 schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage. Unser Ziel ist klar: Verbrechen dürfen sich nicht lohnen.“ Pressemitteilung von: Ulf Prange Alexander Saade