Pressemitteilung Nr. 18/767

Bosse und Tippelt: Strände und Meere gegen Plastikflut, Witterung und Corona wappnen

Pressemitteilung Nr. 18/767

Seit mehr als zehn Jahren wird der 8. Juni als weltweiter Aktionstag für die Meere begangen, um auf die Bedrohung der Gewässer aufmerksam zu machen. „Wir erleben, dass unsere Meere und auch Strände zunehmend durch vielfältige Gefahren bedroht sind“, mahnt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse.

Eines der bekanntesten und drängendsten Probleme bleibe die Bekämpfung des Plastiks in den Ozeanen und Meeren, so der SPD-Politiker: „Unsere Gewässer sind Lebensraum von unzähligen Lebewesen. Ihre Lebensgrundlage wird durch die Verschmutzung von Plastikteilen, allen voran kleinsten Plastikpartikeln, gefährdet. Wir alle können dafür Sorge tragen und Tierleben retten, indem wir sorgsam bei der Entsorgung unseres Mülls sind und unsere Gewässer sauber halten!“ Auch die veränderten Witterungsbedingungen und Extremwetterlagen würden regelmäßig die Strände und vor allem Deiche einem regelrechten Stresstest unterziehen. „Extreme Winde und Stürme setzten unseren Küsten arg zu. Natürlich schwingt stets die Gefahr eines Hochwassers mit, weswegen in unserem Land dem Deichschutz eine hohe Bedeutung zukommt“, so Bosse. Insgesamt erstrecken sich mehr als 1.000 Kilometer Deiche entlang der niedersächsischen Küsten, Flussmündungen und Inseln. Um den Stellenwert des Küstenschutzes zu verdeutlichen, haben das Umweltministerium und SPD-Minister Olaf Lies im Jahr 2020 für den Küstenschutz Mittel in Höhe von 61,6 Millionen Euro bereitgestellt.

Die niedersächsische Nordseeküste bleibt nach dem Erfolgsjahr 2019 auch im aktuellen Kalenderjahr ein Touristenmagnet. „Die letzten Wochen, gerade vor dem Hintergrund der langhaltenden Reiseinschränkungen durch das Coronavirus, haben gezeigt, dass der Run auf die niedersächsischen Küstenstädte gigantisch ist. Wir werden in diesem Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit einen Boom des Lokalurlaubs erleben“, erklärt die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Tippelt. Dies sei aus wirtschaftlicher Sicht sicherlich nach den Umsatzeinbußen der letzten Monate erfreulich, berge aber auch ein gesundheitliches Risiko. „Wir müssen durch sinnvolle Vorkehrungen, Hygieneregeln und Abstandskontrollen sicherstellen, dass der Sommerurlaub an Niedersachsens Stränden zu keinem neuen Corona-Hotspot führt“, macht die SPD-Politikerin deutlich.

In diesem Zusammenhang sollten digitale Möglichkeiten zur Verbesserung der Touristenströme geprüft werden. Auch die Besucherlenkung an den Promenaden könne durch ein konsequenteres Zwei-Wege-System sicherlich verbessert werden. „Niemand beabsichtigt, pauschal Zugänge zum Meer zu verbieten. Um Abstände am Strand einzuhalten und das Infektionsrisiko zu minimieren, sollte darüber nachgedacht werden, ob digitale Unterstützungsinstrumente ein Mittel gegen eine mögliche Überfüllung sein könnten. Denkbar ist, dass mittels einer App die Auslastung einzelner Strandabschnitte erfasst wird und entsprechend ein Besuch empfohlen oder ein alternativer Bereich vorgeschlagen wird. Grundsätzliches Ziel muss es sein, dass das Infektionsgeschehen möglichst niedrig gehalten wird und die Touristen trotzdem auf ihre Kosten kommen. Jeder soll Niedersachsens Küste kennenlernen und gerne wiederkommen!“, so Tippelt.