Pressemitteilung Nr. 18/475

Bosse und Klein: Anhörung verdeutlicht: Niedersachsen muss bei Nutzung von Wasserstoff als Energieträger weiter Tempo machen

Pressemitteilung Nr. 18/475

Am Mittwoch fand im Fraktionssaal der SPD-Landtagsfraktion eine Veranstaltung mit Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern zum Thema „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“ statt. Eingeladen hatten die Arbeitskreise Umwelt und Wirtschaft der SPD-Fraktion.

„Wir in Niedersachsen wollen Vor- und Spitzenreiter bei der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger sein“, erklären der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse, und der wirtschaftspolitische Sprecher Stefan Klein. „Zu diesem Zweck wird das Land im Haushalt des Umweltministeriums für das Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in diesem Bereich bereitstellen. Unsere Anhörung hat gezeigt, dass Wasserstoff vielfältig nutzbar ist. Deshalb ist die SPD-geführte Landesregierung mit ihrer Wasserstoffstrategie auf dem richtigen Weg und wird bei diesem Thema weiter Tempo machen.“

Marcus Bosse betont dabei die Notwendigkeit, den Strom, der später in Form von Wasserstoff gespeichert werden soll, klimaneutral zu produzieren: „Unser Ziel in Niedersachsen muss sein, die vielfältigen Potentiale der Wasserstofftechnologie zum Erreichen der Klimaziele zu nutzen – dazu brauchen wir eine emissionsfreie Energieerzeugung durch On- und Offshore-Windanlagen.“ Vor diesem Hintergrund fordert der SPD-Umweltexperte den Bundeswirtschaftsminister auf, die Deckelung des Ausbaus der Windenergie endlich aufzuheben: „Wir unterstützen unseren Umweltminister Olaf Lies zudem bei seiner Initiative für eine nationale Wasserstoffstrategie, bei der die Länder umfassend eingebunden werden.“

Der wirtschaftspolitische Sprecher Stefan Klein macht mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Niedersachsen deutlich: „Wir müssen die Wasserstofftechnologie noch viel stärker ins Zentrum der Industriepolitik in Niedersachsen und schnell die richtigen Weichen stellen. Nur so können wir unsere wertvollen Industriearbeitsplätze auch in Zukunft erhalten. Gerade energieintensive Wirtschaftszweige werden dann gesellschaftliche Akzeptanz und Nachfrage finden, wenn sie möglichst emissionsarm produzieren können.“