Pressemitteilung Nr. 19/779

Willeke: Jagdgesetz schafft Basis für aktives Wolfsmanagement

Pressemitteilung Nr. 19/779

Der Niedersächsische Landtag hat am (heutigen) Dienstag die Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes beschlossen. Damit schafft die rot-grüne Koalition auch die Voraussetzungen für ein aktives Wolfsmanagement.

„Wir sorgen dafür, dass Niedersachsen zum 1. Juli handlungsfähig ist. Wir reden nicht nur über Wolfsmanagement – wir setzen es um. Wir verbessern den Weidetierschutz, entschärfen Konflikte und sichern den Artenschutz“, sagte der jagdpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Willeke. Niedersachsen gehöre damit bundesweit zu den Vorreitern.

„Wolfsrudel halten sich nicht an Landkreisgrenzen, darum übernimmt das Land die Verantwortung für ein professionelles Management insbesondere dort, wo Wölfe erhebliche Schäden verursachen “, erklärte der SPD-Politiker. Willeke, der selbst Landwirt und Jäger ist, betonte, dass Wolfsmanagement und Artenschutz kein Widerspruch seien. „Der Wolf hat den günstigen Erhaltungszustand erreicht und ist damit keine akut gefährdete Tierart in Niedersachsen mehr. Gleichzeitig müssen wir genau beobachten, wie sich die Population entwickelt und der sogenannte günstige Erhaltungszustand darf auf keinen Fall unterschritten werden.“

Das neue Jagdrecht enthalte viele Verbesserungen wie den Abbau von Bürokratie oder praktischen Vereinfachungen bei Hegeschauen und Abschussplänen für Rehwild, eine Nutria-Regulierung, um die invasive Art in Zukunft besser in den Griff zu bekommen und eine neu geregelte Wildtierrettung bei der Mahd. Auch beim Tierschutz setze die Reform neue Akzente. Künftig bleibt das Hineinlaufen von Jagdhunden in den Naturerdbau untersagt. „Wir haben die Hinweise aus Wissenschaft und Praxis ernst genommen und einen ausgewogenen Kompromiss gefunden“, sagte Willeke. Er betonte, dass das Gesetz gemeinsam mit der Praxis entstanden sei. „Jägerschaft, Landwirtschaft, Kommunen und Verbände haben ihre Erfahrungen eingebracht. Wir haben zugehört, abgewogen und nachgebessert. So entstehen gute Gesetze“, sagte der SPD-Politiker.

Willeke zog ein positives Fazit: „Dieses Gesetz stärkt die Weidetierhaltung, den Natur- und Artenschutz und damit auch den ländlichen Raum. Niedersachsen schafft die Voraussetzungen für ein Wolfsmanagement, das Probleme löst, statt sie zu verwalten.“

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