Pressemitteilung Nr. 19/662 Statement von Claudia Schüßler zu einem interdisziplinären Versorgungsangebot vom Fatigue-Syndrom schwer Betroffener Pressemitteilung Nr. 19/662 27. Januar 2026 „Schwere Verlaufsformen von ME/CFS, Long- oder Post-COVID sowie andere Erkrankungen, bei denen das sogenannte Fatigue-Syndrom zu den wesentlichen Symptomen zählt, führen bei den Betroffenen zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen und tiefgreifenden Einschränkungen im Alltag – bis hin zur Bettlägerigkeit. In der parlamentarischen Anhörung zu unserem Entschließungsantrag wurde eindrücklich geschildert, mit welchen Herausforderungen Erkrankte, Angehörige und auch das Gesundheitssystem konfrontiert sind. Entscheidend ist: Unabhängig von der jeweiligen Ursache der Beschwerden braucht es eine verlässliche medizinische Versorgung, die Diagnostik, Therapie und Unterstützung wirksam verbindet. Mit den Long-/Post-COVID-Ambulanzen an den Standorten Hannover und Göttingen ist in Niedersachsen bereits ein erster wichtiger Schritt erfolgt. Diese Strukturen gilt es so weiterzuentwickeln, dass sie als zentrale Anlaufstellen für Menschen mit schweren Fatigue-Symptomen etabliert werden können – perspektivisch auch unter Einbeziehung der European Medical School in Oldenburg. Auch in der Fläche wollen wir die Versorgung verbessern – durch fachlich vernetzte Angebote, telemedizinische Unterstützung und spezialisierte Versorgungsmodelle im ländlichen Raum. Um niedrigschwellige Zugänge zur Versorgung zu stärken, wollen wir zudem modellhaft neue Anlaufstrukturen erproben. Mit der Politischen Liste zum Haushalt 2026 haben wir für ein solches Projekt 300.000 Euro bereitgestellt – ein gezielter Impuls zur besseren Unterstützung betroffener Patientinnen und Patienten. Unsere Erwartung ist klar: Die Versorgung muss sich an der Lebensrealität der Patientinnen und Patienten orientieren – verlässlich, wohnortnah und fachlich fundiert.“ Pressemitteilung von: Claudia Schüßler