Pressemitteilung Nr. 19/806

Statement vom Fraktionsvorsitzenden Stefan Politze zur aktuellen Lage von Volkswagen:

Pressemitteilung Nr. 19/806

„Die aktuelle Lage bei Volkswagen ist ernst und verlangt mehr als allgemeine Bekenntnisse. Der Vorstand muss die offenen Fragen weiter konkretisieren und belastbare Vorschläge vorlegen, wie Volkswagen im internationalen Wettbewerb wieder stärker werden kann. Die Beschäftigten und deren Angehörige, die Standorte und die vielen Zulieferbetriebe in Niedersachsen brauchen keine weiteren Spekulationen, sondern nachvollziehbare Antworten.

Für uns als SPD-Landtagsfraktion ist entscheidend: Standorte infrage zu stellen, ersetzt keine Unternehmensstrategie. Der Vorstand ist in der Pflicht, ein Konzept vorzulegen, das nicht zuerst bei Einschnitten in Werke und Belegschaften ansetzt. Volkswagen muss seine Standorte zukunftsfest aufstellen, neue Technologien schneller in marktfähige Produkte bringen und die Stärken des Konzerns besser zusammenführen. Ein bezahlbares Elektroauto für die breite Käuferschicht muss jetzt Teil der Antwort sein. Der Anspruch von Volkswagen war immer, gute Mobilität für viele Menschen zu ermöglichen. Genau daran muss der Konzern auch bei der Elektromobilität anknüpfen.

Unsere Haltung ist seit Langem klar. Bereits in unserer Resolution haben wir festgehalten, dass Beschäftigungssicherung, starke Standorte, Sozialpartnerschaft, Elektromobilität, bezahlbare Energie, Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden müssen. Diese Punkte gelten heute unverändert.

Der Vorstand muss jetzt zeigen, dass er die Sorgen an den Standorten ernst nimmt und aus der beschriebenen Lage konkrete Perspektiven macht. Lösungen werden nur tragen, wenn sie gemeinsam mit den Belegschaften entwickelt werden und den niedersächsischen Standorten eine verlässliche Zukunft geben. Als SPD-Fraktion werden wir diesen Prozess konstruktiv begleiten und sehr genau daran messen, ob er Beschäftigung sichert und industrielle Wertschöpfung in Niedersachsen hält.“

 

Anmerkung: Verlinkt finden Sie die oben erwähnte Resolution: Resolution zu Volkswagen