Pressemitteilung Nr. 19/793

Schröder: Ministerin Wahlmann arbeitet Entweichung von Gefangenem umfassend auf

Pressemitteilung Nr. 19/793

Justizministerin Kathrin Wahlmann hat den Landtag am (heutigen) Donnerstag über die Entweichung des Straftäters F. unterrichtet. Der verurteilte Mörder war am 16. Juni während eines begleiteten Ausgangs in Peine geflohen und zwei Tage später in Italien gefasst worden. Die Unterrichtung begann in der Mittagspause der Plenarsitzung und wurde am Donnerstagabend fortgesetzt.

Der SPD-Abgeordnete Jan Schröder begrüßte die umfangreiche Unterrichtung. „Die Entweichung war ein schwerwiegender Vorfall, der Fragen aufgeworfen hat. Darum ist es gut, dass die Ministerin dem Ausschuss ausführlich Rede und Antwort gestanden hat. Dabei hat Ministerin Wahlmann deutlich gemacht, dass die Umstände der Entweichung aufgearbeitet werden. So überprüfen alle Justizvollzugsanstalten ihre Abläufe auf mögliche Schwachstellen. Zudem werden Fortbildungsbedarfe und Anpassungen bei Lockerungsentscheidungen geprüft. Entscheidend ist: Mögliche Fehler werden nicht beschönigt, sondern umgehend aufgearbeitet.“

Schröder betonte, dass derartige Entweichungen insgesamt äußerst selten und tendenziell rückläufig seien. „Ausgänge aus dem geschlossenen Vollzug verlaufen in Niedersachsen jedes Jahr tausende Male reibungslos und erfolgreich. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur langsamen Rückkehr von Menschen in die Gesellschaft. Umso wichtiger ist es darum, diesen Einzelfall sachlich und gründlich zu untersuchen.“

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