Pressemitteilung Nr. 19/712

Saade: Verkehrssicherheit weiter stärken – trotz stabilem Unfallniveau mehr Todesopfer

Pressemitteilung Nr. 19/712

Die heute vorgestellte Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt ein weitgehend konstantes Unfallgeschehen in Niedersachsen, aber zugleich einen besorgniserregenden Anstieg der Verkehrstoten. Für die SPD-Landtagsfraktion ist klar: Die Entwicklung erfordert entschlossenes politisches Handeln.

Der polizeipolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Alexander Saade, erklärt: „372 Tote im Straßenverkehr sind 372 zu viel. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine Familie, ein Schicksal. Wir dürfen uns mit dieser Entwicklung nicht abfinden.“

Die Statistik zeigt, dass vor allem in Städten und auf Autobahnen mehr Menschen ums Leben gekommen sind. Gleichzeitig bleibt überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache tödlicher Unfälle. Auch Fehler beim Abbiegen, Überholen oder zu geringer Abstand tragen weiterhin maßgeblich zum Unfallgeschehen bei.

Saade macht deutlich: „Wer rast, gefährdet Leben – das eigene und das anderer. Deshalb müssen wir weiter konsequent kontrollieren und gleichzeitig stärker auf Aufklärung setzen. Prävention rettet Leben.“

Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen. Die Zahl der getöteten Kinder und älteren Menschen ist gestiegen, Seniorinnen und Senioren sind weiterhin überproportional häufig unter den Verkehrstoten. Auch bei Radfahrenden und motorisierten Zweiradfahrenden zeigt sich eine negative Entwicklung.

„Wir müssen unsere Straßen so gestalten, dass alle sicher unterwegs sind – Kinder, ältere Menschen und alle, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem Pedelec unterwegs sind. Verkehrssicherheit ist eine Frage der Gerechtigkeit“, so Saade.

Die SPD-Fraktion unterstützt den Fokus auf verstärkte Kontrollen von Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit. Gleichzeitig sieht sie weiteren Handlungsbedarf bei Infrastruktur, Verkehrserziehung und gezielter Präventionsarbeit.

Mit Blick auf neue Zahlen zu Cannabis im Straßenverkehr warnt Saade vor vorschnellen Schlüssen: „Jede Form von Rausch am Steuer ist gefährlich – egal ob Alkohol oder andere Substanzen. Entscheidend ist, dass wir klar aufklären, konsequent kontrollieren und Verstöße ahnden.

Unser Ziel bleibt: weniger Unfälle, weniger Verletzte und vor allem weniger Tote. Dafür werden wir die Verkehrssicherheitsarbeit weiter stärken – gemeinsam mit Polizei, Kommunen und allen, die Verantwortung tragen.“

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