Pressemitteilung Nr. 19/888 Saade: Neue Tattoo-Regeln stärken eine moderne und bürgernahe Polizei Pressemitteilung Nr. 19/888 28. Oktober 2026 Die Polizei Niedersachsen bekommt zeitgemäße Regeln für ihr äußeres Erscheinungsbild. Mit der neuen Verordnung dürfen Polizistinnen und Polizisten Tätowierungen an Armen und Beinen künftig grundsätzlich offen tragen. Auch kleine, unauffällige Piercings können erlaubt sein. Die neuen Vorschriften ersetzen den bisherigen Erlass aus dem Jahr 2013 und schaffen landesweit einheitliche Regeln. „Wer täglich für die Sicherheit der Menschen in Niedersachsen sorgt, sollte nicht wegen eines Tattoos am Unterarm die Ärmel lang tragen müssen. Tätowierungen gehören längst zum Alltag unserer Gesellschaft und sind ein Ausdruck von Individualität. Es ist richtig, dass wir dieser Entwicklung auch bei unserer Polizei Rechnung tragen. Jetzt schaffen wir klare und zeitgemäße Regeln“, erklärt der polizeipolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Saade. Die Verordnung verzichtet bewusst auf starre Größengrenzen für Tätowierungen. Entscheidend sind vielmehr das Motiv, die Körperstelle und ein professionelles Auftreten. Klare Grenzen bleiben bestehen: Verfassungsfeindliche, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Motive sind weiterhin verboten. Auch für Tätowierungen an Hals und Händen gelten Einschränkungen, Tätowierungen im Gesicht bleiben verboten. Besondere dienstliche Situationen können zudem erfordern, dass Beamtinnen und Beamte ihre Tätowierungen abdecken. „Unsere Polizistinnen und Polizisten stehen für unseren demokratischen Rechtsstaat. Entscheidend sind ihre Haltung, ihre Kompetenz und ihr respektvoller Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ein Tattoo sagt nichts darüber aus, wie gut jemand seinen Dienst verrichtet. Gleichzeitig muss die Polizei jederzeit professionell auftreten und das Vertrauen der Menschen genießen. Die neuen Regeln bringen beides zusammen: Sie lassen mehr Raum für Individualität und ziehen dort klare Grenzen, wo Professionalität es verlangt“, so Saade. Besonders begrüßt der SPD-Politiker, dass auch die Berufsvertretungen ihre Erfahrungen aus dem Polizeialltag in die neuen Vorschriften einbringen konnten. „Wir wollen eine Polizei, die mitten in der Gesellschaft steht und auch für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. Dazu gehören moderne Arbeitsbedingungen und Regeln, die zur Lebenswirklichkeit unserer Beschäftigten passen. Mit der neuen Verordnung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt“, betont Saade. Pressemitteilung von: Alexander Saade