Pressemitteilung Nr. 19/688

Retzlaff: Sprachkurse sichern – Integration ermöglichen

Pressemitteilung Nr. 19/688

Deutschland braucht in den kommenden Jahren dringend Arbeits- und Fachkräfte. Gleichzeitig schränkt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den Zugang zu Integrations- und Sprachkursen deutlich ein. Das trifft auch Träger in Niedersachsen und erschwert vielen Menschen den Start in Arbeit und Ausbildung. Mit dem am (heutigen) Mittwoch eingebrachten Antrag sollen die Kurse dauerhaft auskömmlich finanziert werden.

Julia Retzlaff, arbeitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, kritisiert Dobrindts Entscheidung deutlich: „Wer Menschen den Zugang zu Sprachkursen verwehrt, verhindert Integration von Anfang an. Das können wir uns wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht leisten.“

Die Einschränkungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führen dazu, dass Kurse ausfallen oder nicht starten. Für viele Geflüchtete und Zugewanderte verlängert sich dadurch der Weg in Beschäftigung unnötig.

„Sprache ist der Schlüssel zu Arbeit, Ausbildung und gesellschaftlicher Teilhabe“, so Retzlaff. „Wer Deutsch lernt, findet schneller einen Job und übernimmt Verantwortung. Wer warten muss, bleibt länger außen vor.“

Der Niedersächsische Landtag bittet die Landesregierung, sich beim Bund für eine Kurskorrektur einzusetzen. Retzlaff fordert: „Der Bund muss den Zulassungsstopp sofort zurücknehmen und die Kurse dauerhaft auskömmlich finanzieren. Sprachförderung ist keine Sozialleistung, sondern eine Investition in unsere wirtschaftliche Zukunft.“

Retzlaff betont: „Wer heute bei Sprachkursen spart, riskiert morgen höhere soziale und wirtschaftliche Kosten. Integration gelingt durch Teilhabe. Teilhabe beginnt mit Arbeit und für gute Arbeit braucht man die deutsche Sprache.“

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