Pressemitteilung Nr. 19/792

Meyn: Sportvereine entlasten, Ehrenamt stärken, Demokratie schützen

Pressemitteilung Nr. 19/792

Sportvereine bringen Niedersachsen zusammen. Sie öffnen Türen, schaffen Gemeinschaft und geben 2,7 Millionen aktiven Menschen im Land Halt. Mit einem am (heutigen) Donnerstag in den Landtag eingebrachten Antrag will die rot-grüne Koalition dem sportlichen Ehrenamt Rückenwind geben. Die Kernziele: verlässliche Finanzierung, besserer Gewaltschutz, weniger Bürokratie und klare Kante gegen Rechtsextremismus.

„Unsere rund 9.000 Vereine leisten jeden Tag Enormes. Sie trainieren, integrieren, trösten und halten den Laden vor Ort am Laufen. Dafür brauchen die Engagierten keine warmen Worte, sondern handfeste Erleichterungen im Alltag“, erklärt Philipp Meyn, sportpolitischer Sprecher.

Der Antrag setzt auf verlässliche Rahmenbedingungen. Der LandesSportBund erhält jährlich 35,2 Millionen Euro über das Niedersächsische Sportfördergesetz. Für den vereinseigenen Sportstättenbau stehen aktuell 19,35 Millionen Euro bereit. Damit können die Sportbünde landesweit 789 Modernisierungs- und Baumaßnahmen bewilligen.

„Gute Sportstätten entscheiden darüber, ob Vereine attraktive Angebote machen und Ehrenamtliche gewinnen können. Wer den Sport stärkt, stärkt die Lebensqualität in unseren Dörfern und Städten“, so Meyn. Die Koalition bittet die Landesregierung deshalb, die Förderung für vereinseigene Sportstätten auch im Doppelhaushalt 2027/28 verlässlich fortzuführen. „Wir wollen den Sport langfristig absichern und ihn zugleich moderner, vielfältiger, sicherer und unbürokratischer machen.“

Gleichzeitig will Rot-Grün Vereine besser unterstützen, wenn sie mit Hass, Ausgrenzung oder Gewalt umgehen müssen. Initiativen wie „Sport mit Courage“ und das Kinderschutzkonzept der Sportjugend Niedersachsen sollen weiter gestärkt werden. Meyn betont: „Auf unseren Plätzen und in unseren Hallen darf kein Raum für Einschüchterung sein. Sport lebt von Respekt und ist ein Fundament unserer Demokratie.“

Um das Engagement im Alltag zu erleichtern, greift der Antrag konkrete Hürden auf. Geplant sind feste Ansprechpartner in den Finanzämtern für gemeinnützige Vereine, einfachere Dokumentationspflichten und eine Reform der Ehrenamtskarte. Künftig sollen drei Stunden Engagement pro Woche oder 150 Stunden im Jahr reichen. Wer eine Jugendleiter-Card erwirbt, soll die Ehrenamtskarte ohne zusätzlichen Antrag erhalten.

„Das Ehrenamt verändert sich. Wir reagieren darauf mit Vertrauen statt Kontrollwahn. Wer sich für unsere Gesellschaft einbringt, verdient maximalen Respekt und minimale Bürokratie“, betont Meyn.

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