Pressemitteilung Nr. 19/736 Meyn: Lehrkräfteausbildung näher an die Schulrealität bringen Pressemitteilung Nr. 19/736 29. April 2026 Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischer Landtag wollen die Lehrkräfteausbildung in Niedersachsen praxisnäher und besser aufeinander abgestimmt gestalten. Ein am (heutigen) Mittwoch eingebrachter Antrag zielt darauf ab, den Vorbereitungsdienst stärker an den tatsächlichen Anforderungen im Schulalltag auszurichten und angehende Lehrkräfte gezielter zu unterstützen. „Der Übergang vom Studium in den Schulalltag ist für viele ein echter Praxisschock. Genau hier müssen wir ansetzen“, sagt Philipp Meyn, Mitglied im Kultusausschuss. „Nicht die angehenden Lehrkräfte sind das Problem – sondern die Strukturen, in denen sie ausgebildet werden.“ Kern des Antrags ist es, den Vorbereitungsdienst konsequent als Lern- und Entwicklungsphase zu stärken. Angehende Lehrkräfte sollen mehr Raum für Rückmeldung, Reflexion und moderne Unterrichtsformen erhalten. Themen wie inklusive Bildung, individuelle Förderung, Diagnostik und digitale Lernformate sollen verbindlich und praxisnah verankert werden. Zugleich setzen SPD und Grüne auf eine engere Verzahnung der Ausbildungsphasen. „Lehrkräfteausbildung darf nicht in getrennten Systemen stattfinden. Wir brauchen einen klaren roten Faden von der Universität über das Referendariat bis in den Beruf“, betont Meyn. Auch die Prüfungsformate sollen modernisiert werden. Künftig soll stärker im Mittelpunkt stehen, wie Unterricht unter realen Bedingungen gestaltet wird. Veraltete Elemente wie die klassische schriftliche Arbeit sollen entfallen. Gleichzeitig wollen die Fraktionen für mehr Transparenz und vergleichbare Standards bei der Bewertung sorgen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Ausbildenden. Mentorinnen und Mentoren sowie Seminarleitungen sollen systematisch qualifiziert und kontinuierlich weitergebildet werden. „Gute Ausbildung gibt es nur mit gut vorbereiteten Ausbilderinnen und Ausbildern“, so Meyn. Darüber hinaus rückt der Antrag die ersten Jahre im Beruf stärker in den Fokus. Neue Lehrkräfte sollen verbindlich begleitet und entlastet werden. „Gerade am Anfang entscheidet sich, ob Lehrkräfte im Beruf bleiben. Hier investieren wir gezielt in Stabilität und Perspektiven.“ „Unser Ziel ist eine Lehrkräfteausbildung, die sich an der Realität von Schule orientiert: praxisnah, unterstützend und verlässlich. So sichern wir die Qualität von Unterricht und machen den Beruf langfristig attraktiver“, erklärt Meyn. Pressemitteilung von: Philipp Meyn