Pressemitteilung Nr. 19/797

Logemann: Küstenfischerei und Naturschutz im Dialog in Einklang bringen

Pressemitteilung Nr. 19/797

In der Debatte um fischereifreie Gebiete in Niedersachsen mahnt die fischereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Karin Logemann, weitere Anpassungen im Sinne der betroffenen Betriebe an. „Die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft haben uns ein gegenüber der ersten Version verbessertes Flächenkonzept vorgelegt. Gerade im Jadebusen haben die Ministerien die Anliegen der Praktiker aufgegriffen. Das zeigt: Der Fischereidialog der Landesregierung zahlt sich aus“, sagte Logemann. Mit diesem Dialog will die Landesregierung den Schutz der marinen Ökosystemen mit der traditionellen Fischerei in Einklang bringen.

Gleichwohl sieht Logemann noch Nachbesserungsbedarf, insbesondere im Bereich der unbewohnten Insel Mellum. „Das bisher für den Schutz der Röhrenwürmer geplante Ausschlussgebiet würde einzelne Betriebe stark belasten. Hier müssen die von den Fischern vorgeschlagenen Alternativen sorgfältig geprüft werden. Wir brauchen eine Lösung, die Natur und Küstenfischerei gleichermaßen schützt. Solche Lösungen sind möglich“, so die SPD-Politikerin.

Logemann warnte, dass weite Anfahrten und größere Konkurrenz in kleineren Fanggründen insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Krabbenfischerei gefährden könnten. „Wir brauchen ein Ergebnis, das von allen mitgetragen wird. Dabei sollte Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen – wir brauchen keinen überhasteten Schlussstrich, sondern eine nachhaltige und praxisnahe Lösung zusammen mit den Menschen an der Küste“, erklärte die Agrarpolitikerin. Die Landesregierung solle deshalb nach der Sommerpause nochmal im Landwirtschaftsausschuss über den Stand des Dialogs unterrichten.

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