Pressemitteilung Nr. 19/882 Logemann: Klimaschutz auf Moorböden muss auch Perspektiven für unsere Landwirtschaft schaffen Pressemitteilung Nr. 19/882 22. Oktober 2026 Wie lassen sich die Treibhausgasemissionen landwirtschaftlich genutzter Moorböden senken, ohne dass die Betriebe ihre Flächen aufgeben müssen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt „NewGreenCover“ des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen, das das Land mit rund 2,5 Millionen Euro fördert. Die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Karin Logemann, begrüßt den Ansatz: „Wir brauchen einen Klimaschutz, der gemeinsam mit unseren Landwirtinnen und Landwirten funktioniert. Gerade in den Moorregionen Niedersachsens stehen viele Betriebe vor großen Herausforderungen. Sie brauchen verlässliche Perspektiven und Möglichkeiten, ihre Flächen auch künftig wirtschaftlich zu nutzen. Deshalb ist es richtig, neben der Wiedervernässung weitere Wege zu erforschen, mit denen wir Emissionen senken und gleichzeitig die Landwirtschaft stärken können.“ Das Projekt untersucht, ob sich landwirtschaftlich genutzte Moorböden durch das Aufbringen von Sedimenten besser schützen lassen. Auf einer Versuchsfläche in der Wesermarsch wollen die Forschenden herausfinden, wie sich diese sogenannte Überkleiung auf den Boden, den Wasserhaushalt und die Treibhausgasemissionen auswirkt. Gleichzeitig könnte das Verfahren eine sinnvolle Verwendung für Sedimente bieten, die bei der Unterhaltung von Flüssen und Häfen anfallen. Logemann betont: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit regionalen Lebensmitteln und zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Wer von ihnen mehr Klimaschutz erwartet, muss auch praktikable Lösungen anbieten. Forschung kann uns dabei helfen, neue Wege zu finden, die ökologisch sinnvoll und für die Betriebe bezahlbar sind. Entscheidend ist, dass wir die Menschen vor Ort mitnehmen und ihre Erfahrungen einbeziehen.“ Niedersachsen trägt mit seinen großen Moorflächen eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz. Rund 18 Prozent der niedersächsischen Treibhausgasemissionen stammen aus der landwirtschaftlichen Nutzung von Mooren und anderen kohlenstoffreichen Böden. „Wir dürfen Klimaschutz und Landwirtschaft nicht gegeneinander ausspielen. Unser Ziel muss sein, die Emissionen deutlich zu verringern und zugleich die Zukunft unserer bäuerlichen Betriebe zu sichern. Wenn das Projekt dazu neue Möglichkeiten aufzeigt, wäre das ein echter Gewinn für Niedersachsen“, so Logemann. Pressemitteilung von: Karin Logemann