Pressemitteilung Nr. 19/847

Kauroff: Das Land hilft Rettern bei den seelischen Folgen von Einsätzen

Pressemitteilung Nr. 19/847

Niedersachsen will Einsatzkräfte besser bei belastenden Situationen im Einsatz und bei ihren Folgen unterstützen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die SPD-geführte Landesregierung am (heutigen) Donnerstag in den Landtag eingebracht. Der feuerwehr- und rettungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rüdiger Kauroff, begrüßt diesen Vorstoß: „Wer im Dienst einen schweren Unfall erlebt oder eine andere traumatische Erfahrung macht, nimmt das oft mit nach Hause. Damit keine langfristigen psychischen Schäden eintreten, werden mit dem neuen PSNV-Gesetz gesetzliche Strukturen geschaffen, um hier schnelle und einfache Hilfe den Einsatzkräften zur Verfügung zu stellen und direkt am Einsatzort für unsere Leute da zu sein.“

Die Einsatzkräfte leisteten lebenswichtige Arbeit und müssten sich darauf verlassen können, dass sie sich auch in solchen Situationen auf klare Abläufe verlassen können. „Einheitliche Alarmierungsstrukturen, klare Qualitätsstandards und eine gute Aus- und Fortbildung schaffen die nötige Sicherheit“; sagte Kauroff.

Das Gesetz stärke auch das Ehrenamt. „Viele Menschen engagieren sich freiwillig in der Psychosozialen Notfallversorgung und stehen Einsatzkräften in schwierigen Momenten zur Seite. Mit dem vorgesehenen Freistellungsanspruch würdigt das Land dieses Engagement und schafft bessere Voraussetzungen für eine verlässliche Unterstützung“, so der SPD-Politiker.

Mit dem Gesetzentwurf schließe das Land eine Lücke: Psychosoziale Notfllversorgung sei nicht nur ein Thema für Katastrophen und Großschadenslagen, sondern auch bei schweren Verkehrsunfällen und anderen belastenden Ereignissen im Alltag. „Der Gesetzentwurf schafft die Grundlage für eine klare Struktur. Jetzt kommt es darauf an, dass der Landtag diesen zügig und sorgfältig berät“, schloss Kauroff.

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