Pressemitteilung Nr. 19/853

Hanisch: Geothermie bietet Niedersachsen viele gute Chancen

Pressemitteilung Nr. 19/853

Die SPD-Landtagsfraktion will die Erdwärme-Nutzung in Niedersachsen voranbringen. Gemeinsam mit den Grünen hat sie am (heutigen) Freitag einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht. Die Regierungsfraktionen zielen darauf ab, das Potenzial im Land – wie bestehende Erdöl- und Erdgasbohrungen, bereits gesammelte Geodaten und Know-how – besser nutzbar zu machen. Dazu setzen die Koalitionäre auf verlässliche Rahmenbedingungen für Kommunen und Stadtwerke sowie den Abbau von Hürden.

„Wenn wir bezahlbare Wärme und eine verlässliche Energieversorgung wollen, müssen wir die Potenziale vor der eigenen Haustür nutzen“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Thordies Hanisch. Tiefengeothermie nutzt die Wärme aus großer Tiefe für eine beständige Wärmeversorgung. „Tiefengeothermie liefert nicht nur Wärme unabhängig von Wetter und Weltmarkt, sie ist auch eine Chance für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Niedersachsen hat hierfür beste Voraussetzungen – wir müssen sie aber auch nutzen“, erklärt Hanisch.

Das Land verfüge über viel Expertise in der Öl- und Gasförderung. So gibt es mehr als 10.000 Bohrungen mit einer Tiefe von mehr als 400 Metern. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unterstützt Unternehmen bei der geothermischen Nachnutzung geeigneter Bohrungen.

Hanisch sieht ein besonderes niedersächsisches Pfund: „Wir wissen in Niedersachsen sehr viel über unseren Untergrund und haben einen riesigen Schatz an Bohrungen, Daten und Fachwissen. Das müssen wir nutzen“, so die Politikerin. Das Wissen müsse dort ankommen, wo Kommunen und Erzeuger über die Wärmeversorgung der Zukunft entscheiden. Zudem brauche es Modelle für die kommunale Praxis: „Bei einigen Kommunen besteht das Potenzial Erdwärme zur Nutzung verfügbar zu machen. Hier fehlen aber gelegentlich Kapazitäten, Fachwissen oder der Mut zum ersten Schritt. Hier können wir bei Austausch und mit Standardisierungen unterstützen“, sagt Hanisch.

„Niedersachsen hat die Daten, die Bohrungen und das Know-how. Wer die Chance zur Geothermie-Nutzung hat, sollte sie ergreifen“, so die Umweltpolitikerin.

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