Pressemitteilung Nr. 19/759

Hanisch: Ausbau neuer Energien bringt Niedersachsen Wohlstand und Stabilität

Pressemitteilung Nr. 19/759

Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Thordies Hanisch, hat die Bundesregierung aufgefordert, den laufenden Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stromnetze konsequent voranzutreiben. „Erneuerbare Energien sind kein Luxus, sondern die Basis für wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, stabile Energiepreise und mehr Unabhängigkeit. Wer jetzt die fossile Kehrtwende predigt, gefährdet die Zukunft unseres Landes“, sagte die Energiepolitikerin am Donnerstag im Landtag.

Anlass der Debatte ist das geplante „Netzpaket“ von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, welches den Ausbau Erneuerbarer Energie weniger attraktiv machen wird. Hanisch warnt hingegen vor den hohen Kosten und Risiken fossiler Energieimporte. „Deutschland verliert jedes Jahr mehr als 80 Milliarden Euro für Öl, Gas und Kohle an teils wenig verlässliche ausländische Akteure. Dieses Geld geht nicht in Investitionen, Arbeitsplätze und Steuern bei uns“, so Hanisch. Zudem gehen andere Staaten den genau umgekehrten Weg. Allein China hat allein 2025 mehr als 400 Gigawatt an Erneuerbaren an den Start gebracht – fast doppelt so viel Leistung wie die EU an Windenergie insgesamt hat. „Und keiner behauptet, die Chinesen seien verdrehte Öko-Spinner“, sagte Hanisch.

Niedersachsen sei reich an heimischer Energie und attraktiv für milliardenschwere Investitionen, die direkt dem Mittelstand, dem Handwerk und den Kommunen vor Ort zugute kommen würden.

„Der Ausbau darf nicht erneut verzögert werden. Hier birgt eine Kehrtwende massive Schäden“, erklärte Hanisch und warnte vor einer Wiederholung der „Altmaier-Delle“, der in den 2010er Jahren Schätzungen zufolge bis zu 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland zum Opfer gefallen seien.

Niedersachsen setze auf schnellere Genehmigungen und einen schnelleren Netzausbau und die bessere Nutzung bestehender Kapazitäten. „Wir brauchen moderne und flexible Netze, damit grüner Wasserstoff, klimafreundliche Industrie und bezahlbare Energieversorgung möglich bleiben“, schloss Hanisch.

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