Pressemitteilung Nr. 19/787

Domeier: Hausbesitzer vor Kostenfallen bei Immobilienrenten schützen

Pressemitteilung Nr. 19/787

SPD und Grüne im Niedersächsischen Landtag wollen Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor Risiken sogenannter Immobilienrenten und Teilverkaufsmodelle schützen. Einen entsprechenden Antrag haben die regierungstragenden Fraktionen am Mittwoch ins Parlament eingebracht. Bei einer Immobilienrente verkaufen oder beleihen Eigentümer ihr Zuhause, um im Alter zusätzliche Einnahmen zu haben, bleiben dort aber wohnen.

Das Interesse an dem Modell wächst, doch Verbraucherzentralen warnen, dass nicht jedes Angebot gut ist. Dazu sagt der SPD-Verbraucherschutzpolitiker Jörn Domeier: „Das eigene Haus steht bei vielen Seniorinnen und Senioren für jahrzehntelange Arbeit und finanzielle Entlastung im Alter. Diese Lebensleistung verdient Respekt – und Schutz. Es darf nicht sein, dass Unternehmen mit dem Versprechen auf schnelles Geld auf Kosten der Eigentümer Kasse machen.“

Tatsächlich seien viele Verträge mit Risiken wie laufenden Nutzungsentgelten, Indexkosten, Instandhaltungskosten oder hohen Verkaufsgebühren belastet. „Wer sein Eigenheim teilverkauft, muss oft feststellen, dass laufende Kosten die ausgezahlte Summe aufzehren, während die Investoren vom Wertzuwachs profitieren. Das ist dann kein fairer Handel, sondern ein Geschäft auf Kosten älterer Menschen“, sagte Domeier. SPD und Grüne fordern deshalb Transparenz, verständliche Verträge und den Schutz vor überhöhten Entgelten. Zudem solle die unabhängige Beratung gestärkt werden. Insbesondere die Verbraucherzentrale Niedersachsen leiste wichtige Arbeit beim Schutz vor folgenschweren Fehlentscheidungen, so Domeier.

„Das eigene Zuhause ist weit mehr als ein abstraktes Asset. Es steht für Sicherheit, Unabhängigkeit und Lebensleistung. Diese Werte dürfen nicht durch intransparente Finanzprodukte ausgehöhlt werden. Wir wollen Seniorinnen und Senioren wirksam vor Kostenfallen und Knebelverträgen schützen“, schloss der SPD-Abgeordnete.

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