Pressemitteilung Nr. 18/350

Statement des europapolitischen Sprechers Dr. Christos Pantazis zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit dem Königreich der Niederlande:

Pressemitteilung Nr. 18/350

„Deutschland und die Niederlande verbindet nicht nur eine gemeinsame Grenze, sondern auch eine lange Geschichte. Seit nunmehr 50 Jahren gibt es an der niedersächsischen Außengrenze eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die wir weiter intensivieren wollen. So sind durch die konstante enge Kooperation im nördlichen Teil der Niederlande sowie dem Nordwesten Niedersachsens eng verwobene und Synergie erzeugende Lebens- und Wirtschaftsräume gewachsen. Diese besitzen europaweiten Vorbildcharakter.

Im Rahmen unseres im Landtag beschlossenen Antrags fordern wir, dass es zu einer Anerkennung von Qualifikationen und niederländischen Berufsabschlüssen in Deutschland kommt. Um einer der vier Grundfreiheiten der Europäischen Union, dem freien Personenverkehr, gerecht zu werden, wollen wir zukünftig weiter die Anerkennung von Bildungsabschlüssen sowie die Mobilität zwischen den Niederlanden und Deutschland im niedersächsischen Grenzgebiet erhöhen.

Um die Region als Wirtschaftsstandort weiter zu stärken, muss die Kompatibilität von Bildungswegen und Abschlüssen noch weiter forciert werden. Nur auf diesem Wege kann man die Ungleichgewichte auf den Arbeitsmärkten auch über die Staatsgrenze hinweg auffangen. Um diverse Hemmnisse schon frühzeitig zu vermeiden, soll ein wechselseitiger Austausch, Kontakt und Spracherwerb frühzeitig durch Praktikums- und Austauschprogramme gesichert werden.

Weitere Kooperationen beispielsweise im Rahmen der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit von Hochschulen und Universitäten sowie die gemeinsame Realisierung von Infrastrukturvorhaben sollen zukünftig intensiviert werden. Die Förderung des grenzüberschreitenden Miteinanders wird beiden Ländern zu Gute kommen.“