Pressemitteilung Nr. 18/979

Pantazis: Messestandort Hannover retten – Schlichtung könnte verhärtete Fronten zum Schutz von Arbeitsplätzen lösen

Pressemitteilung Nr. 18/979

Die Corona-Pandemie stellt die Deutsche Messe AG am Standort in Hannover durch die entstandene finanzielle Schieflage vor existenzielle Fragen. Damit verbunden, warnt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Christos Pantazis, stünden hunderte Beschäftigte vor einer unklaren Zukunftsperspektive. Pantazis fordert von Vorstand und Anteilseignern der Messe, gemeinsam mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat eine tragfähige Lösung zu finden: „Die Lage ist ernst, und die landesseitig gezeigten Drohgebärden sind so nicht hinnehmbar und tragen nicht dazu bei, eine gemeinsame Lösung zu finden. Statt fortlaufend mit dem Damoklesschwert der Insolvenz zu drohen, muss endlich zu einem konstruktiven Miteinander an den Verhandlungstisch zurückgekehrt werden!“

Bei einem Vor-Ort-Termin am Messegelände haben sich die SPD-Landespolitiker Dr. Christos Pantazis, Thordies Hanisch und Claudia Schüßler im Dialog mit Vertreter:innen der Gewerkschaft sowie der IG Metall einen persönlichen Eindruck über die angespannte Situation verschafft. „Wir erwarten, dass beide Seiten sich aufeinander zu bewegen. Es ist klar, dass beim Verharren auf den derzeitigen Positionen keine Verständigung erfolgen kann. Die Arbeitnehmer:innen-Seite hat sich bereits zu deutlichen Kompromissen bereit gezeigt und zahlreiche Zugeständnisse gemacht“, so Pantazis weiter. Es dürfe daher nicht sein, dass die Arbeitsplätze der Arbeitnehmer:innen wiederholt zum Druckmittel der Vorstandsseite gemacht werden.

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion der Stadt Hannover, Lars Kelich, der dem Termin bei der Messe beiwohnte, erklärt: „Der Betriebsrat und die IG Metall haben bereits mehrfach mit ihren Vorschlägen zu Sparmaßnahmen die notwendige Kompromissbereitschaft gezeigt, um die verfahrene Verhandlungssituation zu lösen, und sind damit große Schritte auf den Vorstand zugegangen. Als stärkste Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover erwarten wir, dass sich endlich auch der Vorstand in den Verhandlungen bewegt und auf die Beschäftigten zugeht.“

Der Wirtschaftspolitiker der SPD-Fraktion, Dr. Christos Pantazis, appelliert: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Deutschen Messe AG brauchen Klarheit. Sie steuern auf von Ungewissheiten überschattete Weihnachtsfeiertage und einen Jahreswechsel mit einer ungeklärten Zukunft zu. Wir erwarten, dass binnen der nächsten sieben Tage eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze in Hannover geschaffen wird. Vor diesem Hintergrund schlagen wir ein Schlichtungsverfahren vor, um die verhärteten Fronten bei der DMAG aufzulösen. Im Sinne der Beschäftigten am Messegelände und dem traditionsreichen Standort Hannover appellieren wir daher an die Beteiligten, sich einem solchen Verfahren nicht zu verschließen.“