Pressemitteilung Nr. 19/801

Neue Jury vergibt Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion

Pressemitteilung Nr. 19/801

Eine weitgehend neue Jury aus Expertinnen und Experten bestimmt die neue Preisträgerin/ den neuen Preisträger des Kunstpreises der SPD-Landtagsfraktion. Das Gremium traf sich Ende vergangener Woche zur Sitzung im Landtag in Hannover, um unter Vorsitz von Anne Prenzler über die Kandidatinnen und Kandidaten für die diesjährige Preisübergabe zu beraten.

Prenzler, die die Städtische Galerie KUBUS leitet, gehörte bereits vorher der Jury an. Neu dabei sind Ina Grätz (Wissenschaftliche Direktorin der Kunsthalle Emden), Anette Haas (Professorin am Institut für Gestaltung und Darstellung der Leibniz Universität Hannover), Dr. Anna Heinze (Direktorin des Landesmuseums Kunst & Kultur Oldenburg), Christoph Platz-Gallus (Direktor des Kunstvereins Hannover), Prof. Dr. Rahel Puffert (Professorin an der Hochschule für Bildende Künstler Braunschweig), Dagmar Schmidt und Roman Thomas (Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen), Prof. Dr.-Ing. Monika Steinberg (Dekanin der Hochschule Hannover), Eva Birkenstock (Direktorin Kestner Gesellschaft Hannover) und Carolin Knüpper (Kunstverein Wolfenbüttel).

Zur Sitzung brachte jedes Jurymitglied ein bis zwei Vorschläge ein. Gesucht war eine künstlerische Position, die ein herausragendes Werk von gesellschaftspolitischer Relevanz vorweist und sich – dem neu geschärften Profil des Preises entsprechend – in der Phase der sogenannten mid career befindet. Damit sind Künstlerinnen und Künstler gemeint, die nicht mehr für Nachwuchspreise und noch nicht für Auszeichnungen für ihr Lebenswerk in Frage kommen. In diesem Segment gibt es bislang wenig Preise, niedersachsen- wie auch bundesweit, dabei ist diese Phase oftmals entscheidend im künstlerischen Werdegang.

Prenzler bezeichnete die Sitzung als „inspirierenden, transparenten, offenen und konstruktiven Austausch. Es ist der Jury nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, denn es gibt sehr viele interessante und preiswürdige Positionen in dem neu geschärften Profil des Kunstpreises der SPD-Landtagsfraktion, dennoch war sich die Jury in ihrer Entscheidung letztlich sehr einig.“

Mit der neuen Jury vollzieht die SPD-Fraktionen einen Generationswechsel in dem traditionsreichen Preis, der seit 1988 ausgelobt wird. Der mit 5.500 Euro dotierte Preis ist der einzige Kunstpreis einer deutschen Landtagsfraktion und unterstreicht das Engagement der SPD für die Kunst im Flächenland Niedersachsen. Die letzten Preisträger*innen waren Rüdiger Stanko (2025) und (posthum) Anna Jander (2024).

Der Fraktionsvorsitzende Stefan Politze dankte der bisherigen Jury für ihre herausragende Arbeit. „Ich freue mich sehr, dass wir erneut ein hochkarätiges Gremium für diesen bundesweit einzigartigen Preis gewinnen konnten. Die neue und deutlich weiblicher gewordene Jury wird diesem Traditionspreis viele neue Impulse geben“, sagte der SPD-Politiker.

Am 6. Oktober findet die Preisvergabe im Sprengel Museum in Hannover statt.