Pressemitteilung Nr. 18/1221

Modder: Tag der Deutschen Einheit – Gemeinsamkeiten statt Trennendes betonen

Pressemitteilung Nr. 18/1221

„Nach meiner Kenntnis nach ist das sofort… unverzüglich“ – was mit einer Kommunikationspanne des damaligen SED-Politbüromitglieds Günter Schabowski begann, fand am 3. Oktober 1990 das schönste Happy End der deutschen Geschichte. Am kommenden Sonntag jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 31. Mal.

„Mit der deutschen Einheit endete der Irrweg des Kommunismus und die unnatürliche Teilung Deutschlands. Noch heute bewegen uns die Bilder vom Mauerfall zutiefst“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder und erinnert daran, dass die Trennung zuvor auch in Niedersachsen Wunden gerissen hatte: „Historisch gewachsene Regionen wie das Eichsfeld oder der Harz wurden durch Beton und Stacheldraht entzweit. Die Trennung lief nicht nur mitten durch Landschaften, Gemeinden und Orte, sondern auch durch Familien. Umso dankbarer bin ich, dass wir heute in Frieden und Freiheit in einem vereinten Land leben.“

Zugleich sei die deutsche Einheit auch 31 Jahre nach dem Ende der DDR nicht vollendet, sagt die SPD-Politikerin: „Die Menschen in Ostdeutschland haben seit 1990 viel erreicht, worauf wir alle stolz sein können. Dennoch haben viele Ostdeutsche auch heute das Gefühl, ihre Leistungen und Identitäten würden in Gesamtdeutschland nicht ausreichend anerkannt. Diese Unzufriedenheit wirkt sich auch politisch aus, wie nicht zuletzt die Ergebnisse der Bundestagswahl gezeigt haben.“

Modder appelliert an alle Menschen in Deutschland, die Gemeinsamkeiten stärker in den Mittelpunkt zu stellen: „Wir sind nicht so gespalten, wie manche Politikerinnen und Politiker gerne behaupten und damit nur ihre eigene Agenda bedienen. Spaltung und Abschottung bringen langfristig nur Leid für alle. Bei allen Unterschieden sind wir ein Land. Wir sind nicht immer alle einer Meinung, aber gerade dann sollten wir einander mit Respekt begegnen und zuhören. Dafür steht für mich der Tag der Deutschen Einheit.“