Pressemitteilung Nr. 18/724

Modder: Tag der Arbeit in Corona-Zeiten – Solidarität im Netz statt Kundgebungen auf der Straße

Pressemitteilung Nr. 18/724

Noch nie musste der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seiner fast 70-jährigen Geschichte Kundgebungen und Demonstrationen zum Tag der Arbeit am 1. Mai absagen, hebt die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Johanne Modder hervor: „Nicht nur für die Gewerkschaften in der Bundesrepublik, sondern insbesondere auch für die Sozialdemokratie ist der Tag der Arbeit ein wichtiger Feiertag und hat nicht nur Symbolcharakter. Der Kampf für Arbeitnehmerrechte, bessere Arbeitsbedingungen und Menschenwürde hat in Zeiten des Coronavirus nicht weniger Bedeutung, sondern ist wichtiger denn je. Mit dem diesjährigen Slogan ‚Solidarisch ist man nicht alleine!‘ hätte der DGB kein besseres Motto finden können!“

Während durch die Corona-Pandemie zahlreiche Branchen und Unternehmen in ihrer Existenz bedroht sind, haben viele Kolleginnen und Kollegen ihren Job verloren oder sind in Kurzarbeit geschickt worden. „Die Corona-Krise hat viele Menschen an den Rand der wirtschaftlichen Existenz gedrängt. Mit gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Ländern ist in den vergangenen Wochen ein riesiges Finanzvolumen an Soforthilfen bereitgestellt worden, um die in Schieflage geratenen Unternehmen zu unterstützen sowie Freiberuflerinnen und Freiberuflern, Soloselbstständigen und Kulturschaffenden unter die Arme zu greifen. Wir begrüßen ausdrücklich die Einigung auf Bundesebene auf eine gestaffelte Anhebung des Kurzarbeitergeldes, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten,“ erklärt Modder.

Ausdrücklicher Dank gelte all denjenigen, die das Virus an vorderster Front bekämpfen sowie die Versorgung, Sicherheit und Ordnung in Niedersachsen gewährleisten, erklärt die SPD-Politikerin: „In den vergangenen Wochen haben wir vielfach den Begriff der Systemrelevanz gehört. Hierbei muss außer Frage stehen, dass wir nach erfolgreicher Bekämpfung des Virus dringend eine Debatte darüber führen müssen, dass systemrelevante Kräfte auch entsprechend vergütet werden und gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Hierbei geht es nicht nur um Pflegekräfte, sondern auch um Beschäftigte in der Logistik, in Supermärkten oder auch um Reinigungs- und Sicherheitskräfte. Diese und weitere Berufsgruppen halten sprichwörtlich den Laden am Laufen und sollten entsprechend Wertschätzung erfahren.“

„Die Corona-Krise ist eine der größten Herausforderungen der Nachkriegsgeschichte. Sie darf aber keineswegs zu einem Aufweichen von Arbeitnehmerrechten, Arbeitszeiten oder der Entlohnung führen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften und anderen Sozialpartnern werden wir weiter für bessere Arbeitsbedingungen eintreten!“, so Modder.

Unter dem Motto ‚Solidarisch ist man nicht alleine‘ ruft der DGB zu einer digitalen Zusammenkunft auf. Mehr Informationen dazu gibt es auf: www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit