Pressemitteilung Nr. 19/874 Gäde: Jugendförderung muss zur Lebensrealität junger Menschen passen Pressemitteilung Nr. 19/874 7. Oktober 2026 Die SPD-Landtagsfraktion hat am (heutigen) Mittwoch in der Aktuellen Stunde im Niedersächsischen Landtag die geplante Neuausrichtung der Jugendförderung vorgestellt. Das bisherige Jugendförderungsgesetz stammt in seinen wesentlichen Teilen aus einer Zeit vor mehr als 50 Jahren. Mit der Novelle soll die Förderung künftig stärker berücksichtigen, wie junge Menschen heute leben, sich engagieren und organisieren. „Die Lebenswelt junger Menschen hat sich grundlegend verändert. Deshalb reicht es nicht, ein Gesetz aus den 1970er-Jahren ein bisschen zu renovieren. Wir schaffen eine Jugendförderung, die zur Jugend von heute passt und den Verbänden die Sicherheit gibt, die sie für ihre Arbeit brauchen“, sagt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marten Gäde. Junge Menschen und Jugendverbände haben die Novelle von Beginn an mitentwickelt. Ihre Erfahrungen aus Workshops und Befragungen sind direkt in den Gesetzentwurf eingeflossen. Künftig soll zudem in jeder Wahlperiode ein Jugendförderplan entstehen, an dem junge Menschen und die Träger der Jugendarbeit mitwirken. Auch die Förderung selbst stellt das Land neu auf. Jugendverbände sollen verlässlich ihre hauptamtlichen Strukturen finanzieren können. Zugleich können künftig deutlich mehr Angebote unterstützt werden als bisher. Für neue landesweite Träger sieht das Gesetz eine eigene Anschubförderung vor. „Wer junge Menschen beteiligen will, muss ihnen auch zutrauen, ihre eigenen Strukturen und Ideen zu entwickeln. Wir wollen nicht nur diejenigen unterstützen, die schon seit Jahrzehnten etabliert sind, sondern auch neuen Formen des Engagements eine Chance geben“, erklärt Gäde. Für die Umsetzung plant das Land im Jahr 2028 rund 16,6 Millionen Euro ein und damit drei Millionen Euro mehr als bislang vorgesehen. „Gerade in angespannten Haushaltszeiten ist das ein klares Signal: Gute Jugendarbeit ist uns etwas wert. In Jugendverbänden erleben junge Menschen, dass ihre Stimme zählt und dass sie selbst etwas bewegen können. Genau dort wird Demokratie im Alltag gelernt und gelebt“, so Gäde. Pressemitteilung von: Marten Gäde