Gemeinsam gegen das Coronavirus

 

Die Bekämpfung des Coronavirus mag die größte Herausforderung seit der Nachkriegszeit sein, mit der sich unsere Gesellschaft und unser Bundesland konfrontiert sieht. Niedersachsen hat in der Vergangenheit vielfältige Probleme lösen können und auch die Bekämpfung des Virus werden wir als Gesellschaft meistern. Wir erleben derzeit allesamt eine schwierige Phase, die uns alle beansprucht und fordert. Doch nur gemeinsam können wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen und Corona bekämpfen.

Wir danken ausdrücklich allen, die in der Krise am Limit arbeiten, an vorderster Front das Virus bekämpfen und weiterhin unsere Sicherheit, Versorgung und Logistik gewährleisten.

In der aktuellen Zeit sind Angst, Panik und Hysterie kein guter Ratgeber – es braucht besonnenes, solidarisches und rücksichtsvolles Handeln. Die SPD-geführte Landesregierung hat in enger Absprache mit der Bundesregierung sich als umsichtiger und entschlossener Krisenmanager bewiesen. Deutschland ist gut vorbereitet auf das Virus und die effektive Bekämpfung.

Unsicherheit entsteht durch Unwissenheit und fehlende Antworten zu offenen Fragestellungen. In den vergangenen Wochen sind bei uns eine Vielzahl von Fragen eingegangen, weswegen wir gebündelt in unserem FAQ die häufigsten Fragestellungen beantworten möchten. Für fachspezifische und sehr spezielle Fragestellungen haben wir zudem untenstehend weitere Links hinzugefügt. So sind Antworten für Unternehmerinnen und Unternehmer beispielsweise beim Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung zu finden. Fragen zum Bereich der Kita und der Schule werden auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums beantwortet und alles rund um den Bereich der Hochschulen und der Kultur findet auf der Internetpräsenz des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Beantwortung. Wir hoffen, dass Ihnen unser #FAQ weiterhilft und Orientierung bietet. Bitte passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

SARS-CoV-2 ist ein im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan neu identifiziertes Coronavirus. Es wird vermutet, dass das Virus von Fledermäusen stammt. Die ersten Patienten haben sich augenscheinlich auf einem Huanan-Seafood-Markt in der chinesischen Provinz Wuhan infiziert, bei dem auch Wildtiere bzw. Organe von anderen Tieren und Reptilien angeboten wurden.

Da das Virus neuartig ist, besteht weltweit noch keine Immunität dagegen, ebenso fehlt ein Impfstoff. Derzeit wird jedoch mit Hochdruck in verschiedenen Ländern – auch in Deutschland – an der Entwicklung eines solchen Impfstoffes geforscht und gearbeitet.

Das Virus verursacht die Erkrankung COVID-19, die unspezifische Krankheitsverläufe aufweist. Die Infektion kann symptomlos verlaufen, aber auch als schwere beidseitige Lungenentzündung mit Lungenversagen bis hin zum Tod. Bei diesem aktuellen Coronatyp sind nach heutigem Stand besonders ältere Menschen über 60 und Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Herzschwäche, Asthma oder ähnliches) gefährdet.

„Sars-CoV-2“ steht seit dem 1.02.2020 für das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde. Die Abkürzung „Sars“ steht dabei für „Schweres Akutes Atemwegssyndrom“. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum Sars-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte.

„Covid-19 (Corona Virus Disease 2019)“ ist die Bezeichnung für die Lungenkrankheit, die durch Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann.

Das Coronavirus wird innerhalb der Bevölkerung hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, also durch den Austausch feinster Speichel- oder Schleimtröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Theoretisch möglich sind auch Schmierinfektionen über kontaminierte Oberflächen sowie eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen.

Wie gefährlich das neuartige Coronavirus tatsächlich ist, lässt sich aufgrund der stark variierenden Verläufe nicht allgemeingültig sagen. Nach den in China erfassten Daten verlaufen rund 80 % der Ansteckungen milde bis moderat, also mit nur leichten Erkältungssymptomen oder symptomfrei. 14 % der Krankheitsverläufe wurden als schwer klassifiziert, hier traten Symptome wie Atemnot auf und die Sauerstoffsättigung im Blut sank unter 93 %. Diese Verläufe waren allerdings nicht lebensbedrohlich.

Rund 6 % der Erkrankungen verliefen kritisch bis lebensbedrohlich, hier traten etwa septische Schocks und multiples Organversagen auf. In einigen Ländern außerhalb von China, wie etwa in Deutschland, liegt der Anteil an milden Verläufen höher als 80 %.

Eine Übertragung durch aus Risikogebieten importierte Lebensmittel oder andere Waren ist laut Bundesministerin Julia Klöckner und dem Bundesinstitut für Risikobewertung nach bisherigem Wissensstand sehr unwahrscheinlich. Dies ist unter anderem auf eine relativ geringe Umweltstabilität des neuartigen Virus zurückzuführen. Derzeit gibt es keinen Fall, bei dem eine Infizierung durch Verzehr oder Kontakt mit einem importierten Produkt nachgewiesen ist. Dennoch sollten die allgemeinen Hygiene-Hinweise auch im Umgang mit importieren Produkten und Lebensmitteln eingehalten werden.

Wie lange das Virus tatsächlich auf Oberflächen wie beispielsweise Türklinken oder Haltegriffen im öffentlichen Nahverkehr überlebt, ist noch unklar. Laut einer US- amerikanischen Studie kann das Virus bis zu 72 Stunden auf bestimmten Oberflächen weiterleben, eine deutsche Studie geht allerdings eher von neun Tagen aus. Bisher sind keine Fälle bekannt, in denen das Coronavirus über Oberflächen übertragen wurde. Sicher ist: In der Luft ist das Virus bereits nach wenigen Stunden nicht mehr nachweisbar.

Derzeit wird weiter davon ausgegangen, dass eine Übertragung des Coronavirus von Hunden und Katzen auf Menschen möglich ist. Außerdem gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Haustiere bei einer infizierten Person anstecken können. Bestätigt infizierte Personen sollten jedoch den engen Kontakt zu ihren Haustieren, wie z. B. das Abschlecken des Gesichts durch die Tiere, vermeiden.

Falls Sie sich in einer durch das Gesundheitsamt eine Quarantäne-Maßnahme befinden, dann gilt diese in der Regel nicht für Ihr Haustier. Insofern sollten Sie geeignete Personen um Unterstützung bitten, die beispielsweise mit Ihrem Hund spazieren gehen.

Coronaviren können von Mensch zu Mensch übertragen werden. Da das neue Virus ein Erkältungsvirus ist, kann man sich auf den üblichen Übertragungswegen anstecken. Der Hauptübertragungsweg für das Coronavirus  ist die Tröpfcheninfektion, die vorrangig über die Schleimhäute oder Atemwege erfolgt.  Aber auch eine Infektion durch den Kontakt über die Hände ist möglich, z. B., wenn mit den Händen kontaminierte Oberflächen wie Türklinken, Wasserhähne, Lichtschalter oder Menschen berührt werden und man sich anschließend an Mund, Nase oder Augen fasst.

Man kann daher sich und und vor allem diejenigen, für die Covid-19 eine besondere Gefährdung darstellt, schon mit einfachen Maßnahmen vor einer Ansteckung schützen und die Verbreitung des Virus verlangsamen:

  • Husten- und Niesetikette: Halten Sie beim Husten und Niesen größtmöglichen Abstand. Niesen und Husten Sie in die Armbeuge. Drehen Sie sich dabei von aderne Personen weg! Waschen Sie sich nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen möglichst Ihre Hände und entsorgen Sie gebrauchte Taschentücher sofort.
  • Halten Sie zu anderen Menschen einen Mindestabstand von 1,5 Metern. Vermeiden Sie Berührungen anderer Menschen wie Händeschütteln und Umarmungen, auch wenn es ungewohnt ist.
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände! (Mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife.) Händewaschen ist besonders wichtig nach körperlichem Kontakt oder der dem Berühren von Gegenständen im öffentlichen Raum.
  • Falls Sie in Kontakt mit einer infizierten Person oder in einem Risikogebiet waren und Krankheitssymptome entwickeln, isolieren Sie sich umgehend zuhause und kontaktieren Sie Ihren Hausarzt, das Gesundheitsamt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116 117, um das Risiko einer möglichen Infektion abzuklären.

Der beste Schutz: Bleiben Sie zuhause! Vermeiden Sie soziale Kontakte soweit wie möglich! Dies gilt insbesondere für Menschen, die zu Risikogruppen gehören.

Allen Menschen wird dringend empfohlen, einen Mundschutz zu tragen, insbesondere beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei kann auch eine einfache Bedeckung des Mund-Nasen-Raumes ausreichen, beispielsweise durch einen Schal. Eine generelle Maskenpflicht besteht allerdings nicht.

Die häufigsten durch Corona hervorgerufenen Symptome sind Fieber und trockener Husten. Darüber hinaus können Kopf- und Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Schüttelfrost, Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie Schnupfen auftreten. Dies dient nur als erste Einschätzung und ersetzt keineswegs eine ärztliche Diagnose. Laut Robert-Koch-Institut sind die Krankheitsverläufe unspezifisch und variieren stark. Es lassen sich nur schwer allgemeingültige Aussagen zu einem “typischen” Krankheitsverlauf treffen.

Zu der Risikogruppe für schwere Verläufe der Erkrankung gehören vor allem ältere Personen, da das Risiko für einen schweren Verlauf ab einem Alter von 50-60 Jahren stetig zunimmt. Ebenfalls gefährdet sind chronisch kranke Personen, insbesondere mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge und der Leber sowie Personen mit Diabetes mellitus, einer Krebserkrankung oder einem aus anderen Gründen geschwächten Immunsystem. Ebenfalls zur Risikogruppe gehören Raucher unabhängig vom Lebensalter, da durch das Rauchen die Flimmerhärchen geschädigt werden. Somit hat der Virus es leichter, in den Körper zu gelangen. Es wäre also gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören.

Trotzdem kann das Virus auch für Personen, die nicht oder nicht unmittelbar zu einer der Risikogruppen gehören, gefährlich werden! Einen Freifahrtschein, sich riskant zu verhalten, da das Coronavirus einen selbst vermeintlich nicht betrifft, gibt es also nicht.

Zunächst einmal: Nicht in Panik verfallen. Stattdessen sollten Sie überlegen, ob Sie sich in den vergangenen Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder möglicherweise Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Ist dies der Fall, sollten Sie sich telefonisch oder per Mail an das örtliche Gesundheitsamt, ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 wenden. Auf keinen Fall sollten Sie unangemeldet in eine Arztpraxis gehen! Der zuständige Arzt oder die zuständige Ärztin entscheidet dann, ob es sinnvoll ist, den Test durchzuführen.

Solange nur leichte Symptome vorhanden sind, sollte die betroffene Person sich selbst isolieren, also möglichst zu Hause bleiben, Abstand zu anderen Menschen einhalten und die Husten- und Niesetikette sowie andere Hygieneregeln einhalten. Bei zunehmenden Beschwerden ist es ratsam, den kassenärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116 117 anzurufen. In Notfällen, wie bei starken Atembeschwerden oder einer zugrunde liegenden Vorerkrankung, sollte sich die betroffene Person an den Notruf 112 oder eine andere Rettungsstelle wenden.

Ein flächendeckendes Testen aller Personen mit Symptomen, die auf eine Corona-Virus-Infektion hinweisen können, ist derzeit nicht möglich. Momentan stehen in den Laboren, die die Tests auswerten, nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung.

Die Kassenärztlichen Bundesvereinigung schätzt, dass pro Tag rund 12.000 Coronavirus-Tests durchgeführt werden können. Diese Plätze sollen vorerst nur für solche Fälle genutzt werden, in denen es einen begründeten Verdacht gibt.

Laut Robert Koch-Institut besteht ein begründeter Verdacht auf eine Coronainfektion bei zwei Gruppen:

  • Personen mit Symptomen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall hatten
  • Personen mit Symptome und die sich in den letzten 14 Tage in einem vom RKI festgelegten Risikogebiet aufgehalten haben

Zu den internationalen Risikogebieten zählen laut RKI (Stand: 21.03.2020):

  • Ägypten: ganzes Land
  • China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • Iran: ganzes Land
  • Italien: ganzes Land
  • Österreich: Bundesland Tirol
  • Spanien: Madrid
  • Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York

Beim Test entnimmt ein Arzt oder eine Ärztin eine Probe aus den oberen und/oder tiefen Atemwegen, beispielsweise als Abstrich aus dem Nasen-, Mund-, oder Rachenbereich. Die Proben werden anschließend an ein Diagnostiklabor geschickt, welches mit einem speziellen Verfahren prüft, ob eine Corona-Erkrankung vorliegt.

Seit dem 28.02.2020 übernehmen die Krankenkassen laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung die Kosten eines Tests auf das neuartige Coronavirus in einem weiten Umfang.  Voraussetzung dafür ist, dass der kontaktierte Arzt einen Test bei einem Patienten/einer Patientin für notwendig erachtet.

Nein. Zurzeit gibt es noch keine spezifische, gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie. Es verläuft allerdings auch nicht jede Erkrankung nach Infektion mit Sars-CoV-2 schwer. Deshalb stehen im Zentrum der Behandlung die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Dies kann die Sauerstoffgabe, ein Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes und auch ggf. die Antibiotikagabe sein. Welche Therapie genau angewandt wird, entscheiden die jeweils zuständigen Ärzte angepasst auf den konkreten Einzelfall.

Quelle: Robert-Koch-Institut

Wenn die Einrichtung (z. B. ein Krankenhaus, ein Pflegeheim oder eine Einrichtung der Behindertenhilfe) den Betrieb nur noch eine Woche oder kürzer aufrechterhalten kann und eigene Beschaffungsbemühungen nachweislich vergebens waren, können sie sich an ihre jeweilige Kommune als untere Katastrophenschutzbehörde wenden. Die Kommune prüft den Bedarf und kann die übergeordneten Behörden ersuchen, ein Amtshilfeersuchen an das Land zu stellen. Von dort wird das Schutzmaterial anhand einer Prioritätenliste zugeteilt.

Arztpraxen können sich an ihre Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Diese verteilt anhand eigener Vergabekriterien das vorhandene Schutzmaterial für den ambulanten Arztbereich.

Bitte nicht. Das sogenannte “Hamstern”, also das massive Horten von Lebensmitteln, Trockensortimentsartikeln oder auch Toilettenpapier, ist hochgradig unsolidarisch. Die Lebensmittelversorgung ist gesichert – das sagt auch der Handel ausdrücklich. Um die Lebensmittelversorgung und die Logistik dahinter zu stärken, hat Niedersachsen für diese Branche übrigens das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorübergehend ausgesetzt. So können Lieferketten noch schneller bedient werden.

Einkäufe sollten in nachvollziehbarer Menge getätigt werden, um die Nahrungsvorräte daheim aufzufüllen. Grundsätzlich ist es richtig, zuhause Vorräte für etwa eine Woche zu besitzen. So lassen sich unnötige Gänge zum Supermarkt reduzieren und das Infektionsrisiko minimieren. Zudem sollte Rücksicht genommen werden auf Menschen mit geringeren Einkommen, die beispielsweise auf die Eigenmarken der Supermarktketten angewiesen sind. Gerade diese sind schnell vergriffen, während höherpreisige Lebensmittel in den Regalen bleiben. Rücksichtnahme gilt aber auch gegenüber den Menschen, die das Virus an vorderster Front bekämpfen und nach langen Arbeitstagen keine leeren Supermarktregale vorfinden dürfen.

Es sind nach wie vor Geschäfte und Einrichtungen geöffnet, die den Bedarf des täglichen Lebens decken. Eine grundsätzliche und lückenlose Versorgung mit Lebensmitteln, Getränken und Medikamenten ist also sichergestellt. Zu den geöffneten Geschäften gehören

  • der gesamte Einzelhandel für Lebensmittel, d. h. Supermärkte, Discounter, Bäckereien und Getränkemärkte
  • Sonstige Geschäfte des Einzelhandels, jedoch ist die Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmetern beschränkt. Das gilt auch für Läden mit einer größeren Verkaufsfläche, sofern sie die Öffnung auf 800 Quadratmeter beschränken
  • die Wochenmärkte
  • Apotheken, Drogerien und Sanitätshäuser
  • Banken und Sparkassen sowie Poststellen
  • Optiker und Hörgeräteakustiker
  • Märkte für Tierbedarf
  • Tankstellen und Zeitungsverkauf
  • Kfz- und Fahrradwerkstätten
  • Reinigungen und Waschsalons
  • der Großhandel
  • Bau- und Gartenmärkte

Lieferdienste (sowohl Essen als auch Getränke) und auch der Außer-Haus- Verkauf von Restaurants, Essensbuden oder Kiosken ist nach wie vor gestattet. Weiterhin bleiben die Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich für unaufschiebbare medizinische Dienstleistungen (z. B. Physiotherapie oder Psychotherapie) geöffnet.

Für alle geöffneten Geschäfte und Einrichtungen gelten unbedingt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und die Beschränkungen hinsichtlich der Personenzahl, die sich gleichzeitig im Laden befindet. Es bleibt den Geschäften vorbehalten, den Zugang vorübergehend auf eine Höchstpersonenzahl zu beschränken.

Handwerker und andere Dienstleister dürfen weiterhin ihr Beschäftigung nachgehen. Dabei müssen natürlich die allgemeinen Hygienevorschriften eingehalten werden.

Seit dem 20.03.2020 sind alle Restaurants, Cafés und andere Gastronomiebetriebe in Niedersachsen ausnahmslos und bis auf Weiteres geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass zu viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Weiterhin erlaubt ist der Außer-Haus-Verkauf und der Verkauf über die Theke – Bestellungen können telefonisch oder online aufgegeben werden. Anschließend kann das Essen abgeholt oder gegebenenfalls per Lieferservice zugestellt werden.

Seit dem 17.03.2020 sind grundsätzlich folgende Einrichtungen für den Publikumsverkehr geschlossen:

  • Bars, Kneipen, Clubs, Diskotheken sowie Kulturzentren und Einrichtungen, die ein ähnliches Format haben
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen, Museen, Bibliotheken, und ähnliche Einrichtungen (unabhängig von der Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen)
  • Messen, Ausstellungen, Kinos, Zoos wie auch Freizeit- und Tierparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten (z. B. Indoorspielparks, Kletterparks, Minigolf, Escape Rooms etc.), Spezialmärkte, Spielhallen und Spielbanken wie auch Casinos, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Bordelle, Prostitutionsstätten und vergleichbare Einrichtungen

Nach wie vor ist jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen eingestellt. Hierzu gehören alle Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen. Profisportler, die auf diese Weise ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten und einen Arbeitsvertrag haben, sind davon ausgenommen. Darüber hinaus ist Athleten, die entweder dem Olympia- und Perspektivkader des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) oder dem Spitzenkader des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) angehören, das Training erlaubt.

Ja – trotz Schulschließungen müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Vereinbarungen des Arbeitsvertrages erfüllen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten pragmatische, kreative und einvernehmliche Lösungen finden, um Beschäftigung und Löhne zu sichern. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind aufgerufen, über Zeitausgleiche wie Überstundenabbau oder kurzfristige Urlaubslösungen die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen. Um im Notfall unzumutbare Härten zu vermeiden, begrüßen die Sozialpartner Überlegungen der Bundesregierung, Maßnahmen zur Sicherung des Entgeltes für Elternteile zu ergreifen, die die Kinderbetreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, z. B. über eine neue Entschädigungsregelung. Die Bundesregierung und die Sozialpartner stimmen sich auch weiterhin eng ab, um die Probleme von Unternehmerinnen und Unternehmern, Selbstständigen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pragmatisch und effektiv zu lösen. Die Landesregierung und die SPD-Landtagsfraktion begleiten diesen Prozess eng.

In der Notbetreuung werden Kinder aufgenommen, deren Erziehungsberechtigte in sogenannten kritischen Infrastrukturen arbeiten. Diese Regelung gilt für folgende Berufsgruppen:

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen,
  • Beschäftigte bei Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Beschäftigte, die im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbaren Bereichen tätig sind.

Diese Berufsgruppen arbeiten in Bereichen, die in der aktuellen Situation zwingend aufrechtzuerhalten sind. Dies ist insbesondere der Gesundheitsbereich. Die Aufzählung ist nicht endgültig. Nach aktuellem Stand lässt sich festhalten, dass sich die Notbetreuung insgesamt bewährt hat. Die Notbetreuungen stehen in notwendigem Maße bereit, sie werden in Kleinstgruppen durchgeführt. Sie spielen eine große Rolle für die Gesundheitsschutz.

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat am 19.03.2020 klargestellt, dass Kinder auch dann in die Notbetreuung aufgenommen werden, wenn lediglich eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter zu einer der oben genannten Berufsgruppen zu rechnen ist.

Grundsätzlich ist die Kinderbetreuung Sache der Erziehungsberechtigten. Berufstätige Eltern müssen sich daher auch in der jetzigen Situation selbst um die Sicherstellung der Betreuung kümmern, am besten im Gespräch mit dem Arbeitgeber. Möglichkeiten sind z. B.,  Urlaub zu nehmen, Überstunden abzubauen, oder unbezahlte Freistellungen. Vermeiden Sie familiäre Lösungen wie z. B. die Betreuung durch Großeltern und Personen, die zu folgenden Risikogruppen gehören:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung.
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)

Soziale Kontakte müssen stark eingeschränkt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dazu müssen sich alle Bürgerinnen und Bürger müssen sich seit dem 23.03.2020 an bestimmte Regeln halten:

  1. Kontakte mit Menschen, die nicht mit im eigenen Haushalt wohnen, müssen auf ein absolut nötiges Minimum beschränkt werden.
  2. In der Öffentlichkeit muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.
  3. Man darf sich im öffentlichen Raum nur alleine, zu zweit mit einer nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Menschen, die im eigenen Haushalt leben, aufhalten.
  4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, das Wahrnehmen wichtiger Termine, Hilfe für andere und individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben erlaubt.
  5. Private Feiern sind nicht nicht mehr erlaubt – egal, in welchem Umfang.
  6. Gastronomische Betriebe müssen sich auf Lieferungen und Außer-Haus-Verkauf beschränken.
  7. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben möglich, aber Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen sowie Tattoo-Studios müssen den Betrieb einstellen.
  8. Alle Betriebe müssen die Hygienevorschriften einhalten und wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen.
  9. Diese Maßnahmen gelten mindestens bis zum 03.05.2020.

Die Maßnahmen werden konsequent auf ihre Einhaltung geprüft. Verstöße sind in diesen besonderen Zeiten keine Kavaliersdelikte. Die Ordnungs- und Sicherheitsbehörden sind angehalten, wenn nötig, mit Zwangsmitteln auf die Einhaltung zu drängen. Regelverstöße werden mit empfindlichen Bußgeldern bis zu 25.000 Euro sanktioniert. Gravierende Verstöße können sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden.

Ja. Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen und den Ernst der Lage erkennen, kann eine generelle Ausgangssperre vermieden werden. Hierfür ist die Rücksichtnahme jedes Einzelnen gefordert. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und sollten nur in unausweichlichen Situationen das Haus verlassen. Es liegt an jedem Einzelnen sicherzustellen, dass die derzeit geltenden Regeln eingehalten und befolgt werden:

  • Halten Sie Abstand (ZWEI METER)!
  • Vermeiden Sie alle unnötigen Sozialkontakte!
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände!
  • Und: Bleiben Sie möglichst zuhause!

Der Aufenthalt draußen ist nicht verboten, aber der Mindestabstand von idealerweise 2 Metern zu Menschen, mit denen man nicht zusammen in einem Haushalt lebt, ist zwingend einzuhalten.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, die Teilnahme an Sitzungen, an erforderlichen Terminen und Prüfungen, die Hilfe für andere oder auch individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

Sie können sich im öffentlichen Raum mit maximal einer Person, die nicht in Ihrem Haushalt lebt, treffen. Dabei ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Mehr als zwei Personen dürfen sich in der Öffentlichkeit jedoch nicht versammeln. Ausnahmen gelten für Personen, die in gerader Linie verwandt, verheiratet, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen sind. Zusammenkommen dürfen außerdem

  • Personen, die aus geschäftlichen, beruflichen oder dienstlichen und aus prüfungs- oder betreuungsrelevanten Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen;
  • Personen sind, die bestimmungsgemäß zumindest kurzfristig zusammenkommen müssen (z. B. im ÖPNV);
  • Personen, die an Beerdigungen im engsten Familienkreis teilnehmen,
  • Personen, die in Begleitung minderjähriger oder unterstützungsbedürftiger Personen sind;
  • Menschen, die zu Blutspendediensten und -terminen gehen. Hierzu soll ausdrücklich ermuntert werden.

Lebenspartner dürfen sich gegenseitig besuchen. Kontakte von maximal zwei Personen sind erlaubt, auch wenn die zweite Person nicht im eigenen Haushalt lebt.

Dies bleibt weiterhin erlaubt, sollte aber zu deren Schutz besser vermieden werden. Ältere Menschen zählen zur sogenannten Risikogruppe und haben statistisch schwerere Krankheitsverläufe als junge Infizierte. Um die Großeltern zu schützen, sollte auf den Besuch bis auf Weiteres verzichtet werden, auch wenn dies schwerfällt.

Das ist leider nicht mehr möglich. Mit der Entscheidung vom 16.03.2020 sind alle Spielplätze oder ähnliche Einrichtungen gesperrt.

Nein, Gruppen feiernder Menschen werden auch im privaten Bereich nicht mehr toleriert.

Grundsätzlich gilt hierbei weiterhin, dass größere Ansammlungen an Menschen im Freien zu unterlassen sind. Nach dem Bund- Länder- Beschluss vom 22.03.2020 ist es ohnehin untersagt, sich mit mehr als einer Person außerhalb des Hausstandes oder des engeren Familienkreises zu treffen. Personen, die in einem Haushalt leben, dürfen ebenfalls gemeinsam etwas im Freien unternehmen.

Nein, Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen, Volksfeste, Sportveranstaltungen etc. sind bis zum 31.08.2020 untersagt.

Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen (öffentlich wie auch privat) sind ohne Ausnahme verboten.

Auch Zusammenkünfte im religiösen Sinne, also in Kirchen, Moscheen, Synagogen und freien Glaubensgemeinschaften sowie in Gemeindezentren sind verboten.

Nein, die getroffenen Regelungen zielen auf die Beschränkungen der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum und nicht unmittelbar auf das Arbeitsverhältnis. Bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrem Arbeitgeber, ob und wie hierzu Regelungen getroffen worden sind.

Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist weiterhin erlaubt und bisher nicht von bereits umgesetzten Einschränkungen betroffen. Dennoch sollte hier auf eine Kontaktvermeidung mit anderen Fahrgästen und die Einhaltung der hygienischen Standards geachtet. Bitte halten Sie nach Möglichkeit einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ein.

Das Auswärtige Amt rät aktuell von nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab, da mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch.

Die wichtigsten Hinweise zu Reisen in Zeiten des Corona-Virus vor/während und nach der Reise finden Sie hier:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

In Krankenhäusern, Kliniken und auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gilt ein Besuchsverbot.

Einige wenige Ausnahmen gibt es für:

  • werdende Väter
  • Väter von neugeborenen Kindern
  • Eltern und Sorgeberechtigten von Kindern auf Kinderstationen
  • Besuche enger Angehöriger von Patienten auf Palliativstationen

Nein, der Besuch ist nicht möglich, da diese Menschen zu den besonders gefährdeten Risikogruppen mit schweren Krankheitsverläufen gehören. Hier besteht ein allgemeines Besuchs- bzw. Betretungsverbot.

Die derzeitigen Maßnahmen zur Kontaktsperre sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben. Weitere Maßnahmen wie z. B. die Schulschließungen gelten auf Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern bis zum 18.04.2020. Eine Verlängerung ist möglich.